Heimatverein Hoysinghausen

 

Jagdgenossenschaft

Früher war in den großen Waldbeständen und auf den Heideflächen "Wildbret" im Überfluss vorhanden und so war damals die Jagd eine gern ausgeübte Tätigkeit. Mit dem Wurfspeer wurden neben Kleingetier und Vögeln auch Auerochsen, Hirsche, Rehe und Wildschweine "zur Strecke gebracht".

Jagdbeschränkungen gab es damals nicht. Im Laufe der Zeit aber eigneten sich der Adel und damit die Grund- und Landesherren das Recht zur alleinigen Ausübung der Jagd an. Die Bauern durften in ihrer Feldmark nicht mehr jagen; sie mussten vielmehr Jagdfron leisten Das heißt: sie mussten ihrem Grundherrn bei der Jagd als Treiber helfen. Manchmal war die den Bauern aufgebürdete Jagdfron schier unerträglich und die Erbitterung in der Bevölkerung war groß. 

Das änderte sich erst 1848, als in Deutschland das alleinige Jagdrecht der Grundherren aufgehoben und das Recht zur Ausübung der Jagd an den Grund und Boden gelegt wurde.

Jagd

Danach schlossen sich auch die Bauern in Hoysinghausen zusammen und bildeten einen gemeinschaftlichen Jagdbezirk. Er hat noch heute eine Größe von ca. 1.650 ha. Davon sind ca. 185 ha Wald, ca. 1.440 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und ca. 25 ha Ödland, Wasserläufe und sonstige Flächen.

Um im Jagdbezirk Hoysinghausen jagen zu können, musste die "Jagd" gepachtet werden. Vor dem Krieg betrug der Pachtpreis 460 Reichsmark = 28 Pfennig pro Hektar. Nach dem Krieg, um 1950, mussten 1.060,00 DM bezahlt werden; 1996 waren es 15.500,00 DM (11,00 DM pro ha). Heute sind es ....

Von diesem Geld erfüllt die Jagdgenossenschaft noch heute kommunale Aufgaben (Straßenausbesserungen, Zuschüsse zu den örtlichen Vereinen und zur Jugendfeuerwehr)

Jagdvorsteher waren (soweit die Daten aufgezeichnet sind) bzw. ist heute:

ab 1934      Heinrich Mohrmann

1947          Heinrich Hemker

ab 1964      Fritz Grimm

ab 1985      Gerhard Riekemann

seit 2013    Otto Niemeyer